GeWeB - Gesellschaft für Weiterbildung im Bauwesen GbR 03 / Juni 2010
Spotlight
 

Sehr geehrte Damen und Herren,

dies ist die dritte Ausgabe von GeWeB Spotlight. Wir beschäftigen uns diesmal - in eigener Sache - mit dem neuen Online-Kurs Nachhaltiges Bauen und Sanieren. Außerdem finden Sie einen Beitrag zur Entwicklung der Stromerzeugung aus Windkraft. Schließlich finden Sie eine Promotion der REECO GmbH zur Kongressmesse DENEX® in Wiesbaden. Als Spotlight-Leser(in) können Sie hier eine Freikarte für den Eintritt zur Messe anfordern.

In eigener Sache

Nachhaltiges Bauen und Sanieren

Nachhaltigkeit bedeutet, die Bedürfnisse der Gegenwart zu befriedigen, ohne zu riskieren, dass zukünftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht mehr in gleicher Weise befriedigen können. Dabei sind ökologische, ökonomische und soziale Gesichtspunkte zu beachten.

Nachhaltiges Bauen strebt eine Minimierung des Energie- und Ressourcenverbrauchs und eine möglichst geringe Belastung der natürlichen Umwelt an. Dabei werden mit Planung und Erstellung über die Nutzung und Erneuerung bis zum Rückbau alle Phasen des Lebenszyklus von Gebäuden berücksichtigt. Aber auch bei der Vermarktung wird die Nachhaltigkeit einer Immobilie heute immer wichtiger.

In der Vergangenheit wurde in Deutschland hauptsächlich der Teilaspekt der Energieeinsparung vorangetrieben. Beim Bauen gibt es aber noch weitere Handlungsfelder zur Berücksichtigung ökologischer Gesichtspunkte, wie z.B. die Umsetzung des Kreislaufgedankens, die Minimierung des Ressourcenverbrauchs, die Berücksichtigung von Umweltbelastungen.

Neu im Angebot der GeWeB finden Sie den Online-Weiterbildungskurs Nachhaltiges Bauen und Sanieren. Er beinhaltet alle Grundlagen des Nachhaltigen Bauens sowie die Erstellung von Ökobilanzen (LCA) von Gebäuden und die Berechnung von deren Lebenszykluskosten (LCC). Der Kurs hat einen Umfang von 20 Lerneinheiten à ca. 45 Minuten. Er wird ab dem 16.07.2010 freigeschaltet und kann ab sofort bis zu diesem Datum zum Frühbucherpreis von 190,- € zzgl. MwSt. (statt später 349,- € zzgl. MwSt.) gebucht werden.

Strom aus Windkraft – Quo vadis?

Die Stromgewinnung mit Hilfe von regenerativen Energiequellen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Den größten Anteil am Zuwachs in den nächsten zehn Jahren wird wohl die Windkraft haben. Diesen Schluss muss man ziehen, wenn man die Ankündigungen der europäischen Länder auswertet und die Aktivitäten verfolgt, die zur Zeit bei der Installation von Windkraftanlagen zu beobachten sind. Längst wurden aus den in den Anfängen vereinzelt in der Landschaft auftauchenden Windrädern Windparks geschaffen, die sich mehr und mehr in den Offshore-Bereich verlagern. Gleichzeitig nimmt die Größe der Aggregate immer mehr zu, weil auf hoher See wegen der beständigeren und stärkeren Windverhältnisse die Ausbeute drastisch erhöht werden kann. Der derzeit größte Offshore Windpark liegt vor der Küste von West Jütland (Dänemark) in der Nordsee. "Horns Rev 2" weist 91 2,3-MW-Windenergieanlagen auf. Diese haben bei einem Durchmesser der Rotorblätter von 93 m zusammen eine Leistung von 209 Megawatt. Die jährlich erzeugte Strommenge von ca. 800 Millionen kWh kann 200.000 Haushalte bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 4.000 kWh/a mit Strom versorgen.

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Großbritannien hat Anfang dieses Jahres eine Initiative gestartet, bei der insgesamt 6000 Windräder gebaut werden sollen und begonnen, dafür die Lizenzen zu vergeben. Damit wird ein Entwicklungsprogramm auf den Weg gebracht, das vergleichbar ist mit der Öffnung der Nordsee für die Öl- und Gasförderung in den 70er und 80er Jahren. Prognostiziert ist bis 2013 eine Leistung von 5500 Megawatt. Zusammen mit der Europäischen Union soll der Ausbau der Stromgewinnung aus Wind vorangetrieben werden. An diesem beteiligt sich auch Deutschland. Dahinter steckt das ehrgeizige Ziel der Bundesregierung, mit dem eine Reduzierung des Ausstoßes des Treibhausgases CO2 um 30 Prozent bis 2020 auf der Basis der Emissionen von 1990 angestrebt wird. Das soll jedoch nur gelten, wenn eine solche Verpflichtung in ein internationales Abkommen eingebettet wird. Bislang konnten sich aber die EU-Staaten alleine unter sich noch nicht auf eine einheitliche Größe für Europa einigen. Das ist aber notwendig, wenn nach dem Scheitern von Kopenhagen (siehe Spotlight 01/2010) zum Ende diesen Jahres in Mexiko eine neuer Vorstoß für eine weltweite Einigung unternommen werden soll, wobei die EU-Staaten mit einem gemeinsamen Mandat auftreten möchten.

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Diese Entwicklung zeigt, dass es durchaus möglich ist, dass Windkraftanlagen das Potential haben, die vermutlich in der Zukunft auslaufende Stromversorgung durch Atomkraftwerke schrittweise zu ersetzen. Bis es soweit ist, muss jedoch eine technische Lösung für ein grundsätzliches Problem geschaffen werden. Trotz aller weltweiten Bemühungen, Strom in größeren Umfang zu speichern, besteht nach wie vor die Situation, dass Stromverbrauch und Stromerzeugung gekoppelt sind, also Strom nicht auf Vorrat produziert werden kann. Das führt an der deutschen Strombörse heutzutage mitunter zu der absurden Situation, dass in bestimmten Angebotsphasen Stromabnehmer eine Gutschrift erhalten, wenn sie den Strom zu bestimmten Zeiten abnehmen. Die Stromverteilung über den europäischen Netzverbund ist nicht mehr in der Lage, diese Schwankungen aufzufangen. Das konventionelle Vorgehen, temporär anfallenden Stromüberschuss in potentielle Energie umzuwandeln, wie das z.B. mit Pumpspeicherwerken geschieht, kann die durch Windschwankungen verursachten Bereitstellungsschwankungen nicht in ausreichendem Umfang auffangen. Es ist auch der Vorschlag aufgetaucht, die Batterien von Elektroautos als Zwischenspeicher für Strom zu nutzen. Unabhängig davon müssen die Windparks durch Hochspannungs-Kabelnetzwerke ergänzt werden. Sie dienen einmal dazu, den auf See anfallenden Strom an die bestehenden Stromnetze anzuschließen bzw. in diese einzuleiten. Ferner gleichen sie den bedingt durch die an den einzelnen Standorten auftretenden Wetterschwankungen unterschiedlichen Anfall von Ökostrom aus. So ließen sich auch Wasserkraftwerke z.B. in Norwegen als Energiespeicher nutzen.

Dieser Netzausbau erfordert hohe Investitionskosten. Diese Mittel können nur von großen Konzernen aufgebracht werden. Die spannende Frage bleibt, ob und inwieweit sich der auf dem Stromsektor gewünschte Wettbewerb in einem solchen System einstellen kann, um die mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwartenden Strompreiserhöhungen in vertretbaren Grenzen zu halten.

Promotion

Kongressmesse DENEX ® in Wiesbaden

Die DENEX®, Kongressmesse für Dezentrale Energiesysteme & Energieeffizientes Bauen und Sanieren, wendet sich mit einem gezielten Informationsangebot an Fachpublikum und bringt Hersteller, Planer und ausführende Firmen aus den Bereichen erneuerbare Energien und Energieeffizienz mit kommunalen und gewerblichen Entscheidungsträgern zusammen. Sie findet nun zum zweiten Mal vom 08. - 09.07.2010 in den Rhein-Main-Hallen in Wiesbaden statt.

In acht Fachkongressen erläutern qualifizierte Referenten aus Forschung, Entwicklung und Planung neueste Techniken, rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen und stellen umgesetzte Projekte vor. Zielgruppen- und themenspezifische Tagungsthemen ermöglichen eine Plattform für einen produktiven Austausch zwischen Ausstellern, Tagungsteilnehmern und Referenten.

Freikarten für den Besuch der DENEX® erhalten Sie durch Registrierung über diesen Link.

Für die Fachkongresse ist eine zusätzliche Anmeldung erforderlich, die Sie hier vornehmen können.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.denex.info.

Ihr GeWeB-Team wünscht Ihnen einen spannenden Sommer!

Unser WM-Angebot

Bei Anmeldungen bis zum 11.07.2010 gewähren wir auf ausgewählte Online-Kurse 10 % Rabatt!
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Kursangebot zur EnEV

Die neue EnEV 2009
Energetische Nachweise für Wohngebäude (inkl. DIN V 18599)
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Inhalte nach EnEV 2009, Anlage 11
Umfang: 80 LE* 1.190,- €**
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Energieausweis für Wohn- und Nichtwohngebäude
Inhalte nach EnEV 2009, Anlage 11
Umfang: 120 LE* 1.790,- €**
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* Lerneinheit à ca. 45 Minuten
** alle Preise zzgl. MwSt.

Versand durch GeWeB - Gesellschaft für Weiterbildung im Bauwesen GbR
Prof. Dr.-Ing. Peter Grübl - Dr.-Ing. Bernd Schmidt - Dr.-Ing. Nils Schnittker
Robert-Bosch-Straße 7, 64293 Darmstadt
Tel.: 06151/8001674 Fax: 06151/8001675, Homepage: www.geweb.de

 

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