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01 / Februar 2010Spotlight | ||||||||||||||||||||||||||
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Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit erhalten Sie die erste Ausgabe von GeWeB Spotlight den wir in Zukunft alle zwei Monate verschicken werden. Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe ist der Klimagipfel von Kopenhagen. |
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Kopenhagen vorbei - und was nun?Kopenhagen steht synonym für den Uno-Klimagipfel 2009. Die Erwartungen waren hoch. Das Ergebnis hat viele nicht befriedigt. Manche sprechen sogar von einem Scheitern. Wie ist das einzuschätzen? Um den Ausgang dieser Konferenz, an der fast alle Staaten teilgenommen haben, in der Schlussphase teilweise sogar vertreten durch höchste Regierungsvertreter einschließlich Präsidenten, richtig einordnen zu können, ist es hilfreiche, die Zeitachse nicht aus den Augen zu verlieren. Zur Erinnerung: Der Club of Rome hat 1972 seinen Bericht über die Grenzen des Wachstums vorgelegt. Auf der Umweltkonferenz in Rio 1992 stand der Brundtland-Bericht im Mittelpunkt, in dem aufgezeigt wurde, dass ein Umsteuern nur gelingen kann, wenn bei zukünftigen Entscheidungen ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekte gleichzeitig Berücksichtigung finden. Auf unser Handeln bezogen bedeutet dies, dass wir heute nichts unternehmen sollten, was zu Lasten zukünftiger Generationen geht. Dieser Grundsatz wird durch das Prinzip der Nachhaltigkeit repräsentiert. Auf ökologischem Gebiet wurden der ungezügelte Verbrauch natürlicher Ressourcen wie öl und Gas und die damit einhergehende Umweltverschmutzung als größte Probleme identifiziert. Damit rückte der Verbrauch der fossilen Energieträger in den Focus, der in direkten Bezug zum CO2-Ausstoß steht. Gleichzeitig rückte aber auch der bereits seit über 150 Jahren zu beobachtende Anstieg des Mittelwertes der globalen Temperatur verstärkt in das öffentliche Bewusstsein. Zudem ließ sich für das Einhergehen der beobachteten Erderwärmung mit der Zunahme des CO2-Ausstoßes eine physikalische Erklärung finden, welche durch den Begriff des Treibhauseffektes beschrieben wird. So fanden die Bestrebungen, den CO2-Ausstoß zu reduzieren, ihren Niederschlag im Kyoto-Protokoll. In diesem wurde festgelegt, welche Industriestaaten um welches Maß ihren CO2-Ausstoß verringern sollten. Diese Protokoll wurde von Staaten, welche mit zu den größten Emittenten von CO2 gehören, nur zögerlich (z.B. Russland) bis gar nicht (z.B. USA) anerkannt. Die Entwicklungsländer und auch China waren nicht dabei. Damit lag es auf der Hand, dass das Kyoto-Protokoll nicht das Potential besaß, als Grundlage für eine weltweit verbindliche Regelung weiterentwickelt zu werden. Wissenschaftlich wurden die sog. Klimamodelle, mit denen versucht wird, die infolge des CO2-Ausstoßes zu erwartende Klimaveränderung vorauszusagen, immer weiter verfeinert. Die daraus abgeleiteten Szenarien zeigen, vom heutigen Zustand aus beurteilt, tiefgreifende Folgen auf: Gletscher schmelzen ab; besiedelte Flächen werden überschwemmt; wegen Wassermangel veröden große Landstriche. Die prognostizierte Erderwärmung wird deshalb auch mit dem emotional hinterlegten Begriff Klimakatastrophe kommuniziert. Die öffentliche Wahrnehmung wird zudem auf die Aussage gelenkt, dass diese Entwicklung noch aufzuhalten sei, wenn die Erderwärmung auf 2 K begrenzt wird. Und um dieses Ziel zu erreichen, muss der weltweite CO2-Ausstoß entsprechend gesenkt werden. In Kopenhagen ging es letztlich darum, wer welchen Beitrag in welchem Zeitraum bzw. bis zu welchem Zeitpunkt zu leisten hat. Dass es hier zu keiner diesbezüglichen Einigung kam, ist nicht weiter verwunderlich, wenn man bedenkt, dass der CO2-Ausstoß auch als ein Maß für die Zunahme der Technisierung einer Volkswirtschaft und der damit einhergehenden Verbesserung des Lebensstandards gesehen werden kann. Eine Festlegung auf Grenzen für den CO2-Ausstoß kommt insbesondere bei den Entwicklungs- und Schwellenländern einer Begrenzung ihrer wirtschaftlichen Entwicklung gleich, da diese nicht oder noch nicht ausreichend über die technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten verfügen, um auf umweltfreundliche, d.h. CO2-arme Alternativtechnologien auszuweichen. Aus diesem Grund hat sich auch China, das heute trotz des rasanten Anstiegs in der Entwicklung der Volkswirtschaft noch zu den Schwellenländern gezählt wird, aber möglichst rasch diesen Status verlassen und in den Rang einer gleichberechtigten Industrienation wie USA und Russland aufsteigen will, beharrlich geweigert, irgendwelche konkreten diesbezüglichen Festlegungen mitzutragen, welche dieses Ziel gefährden könnten. Und damit kam China, gewollt oder ungewollt, die Führungsrolle für die Entwicklungsländer zu. Die USA waren auf Grund der unsicheren innenpolitischen Lage zu schwach, um sich gegen diesen Widerstand durchzusetzen. Im Copenhagen Accord, einem "zur Kenntnis genommenen" und deshalb völkerrechtlich nicht bindenden politischen Papier, ist das Ziel erwähnt, die Erderwärmung auf nicht mehr als 2 K im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Konkrete Zielvorgaben zur Verringerung der Treibhausgasemissionen wurden nicht beschlossen. So gesehen ist es zu hinterfragen, wie groß der Fortschritt in der globalen Klimapolitik ist, wenn sich die Delegierten lediglich auf einen "Minimalkonsens" verständigt haben. Die Türe ist aber noch nicht zu. Auch ein Ergebnis der Verhandlungen ist, dass die Staaten bis zum 31. Januar melden sollten, welche Ziele im Klimaschutz sie sich setzen. Jetzt veröffentlichte das UN-Klimasekretariat in Bonn Zusagen von 56 Staaten, die für 78 % der Emissionen verantwortlich sind. In diesen Dokumenten ist niederlegt, was diese Staaten zwischen 2013 und 2020 zum Klimaschutz beitragen wollen. Man kann diese Aussagen als Willensbekundung dieser Länder sehen, dass sie mit den Verhandlungen fortfahren wollen. Weitere Konferenzen sollen folgen. In eigener Sache: GeWeB ist Premiumpartner der Ingenieurakademie HessenSeit Januar ist GeWeB Premiumpartner der Ingenieurakademie Hessen GmbH. Die Ingenieurakademie, eine hundertprozentige Tochter der Ingenieurkammer Hessen, bezieht ihr E-Learning Angebot von GeWeB. Außerdem bieten wir bereits seit 2005 gemeinsam den kombinierten Präsenz-E-Learning-Lehrgang Fachplaner für Energieeffizienz IngKH an. Wir werden im Rahmen der Premiumpartnerschaft diese Kooperation noch vertiefen und unseren hohen Qualitätsansprüchen an die Weiterbildung von Ingenieuren gerecht werden. |
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