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02 / April 2010Spotlight | ||||||||||||||||||||||||||||
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Sehr geehrte Damen und Herren, dies ist die zweite Ausgabe von GeWeB Spotlight. Unsere Themen sind diesmal die nachhaltige Biomasseherstellung, die Solarstromförderung und der European GreenBuilding Award. |
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Nachhaltige Herstellung von Biomasse Biomasse ist in den letzten Jahren als Energieträger immer wichtiger geworden. Leider wird Biomasse jedoch häufig auf eine Art und Weise gewonnen, die natürliche Lebensgrundlagen zerstört und der Umwelt schadet. Beispielsweise werden in Indonesien große Regenwaldflächen für den Anbau von Ölpalmen zur Gewinnung von Palmöl gerodet. Auch ist die CO2-Bilanz der zur Strom- oder Wärmeerzeugung eingesetzten Biomasse gegenüber fossilen Energieträgern nicht immer zufriedenstellend. Um solche Missstände zu bekämpfen, wird von der Politik der Leitgedanke einer nachhaltigen Erzeugung von Biomasse zur Energiegewinnung verfolgt. Berücksichtigt werden dabei sowohl die Strom- als auch die Wärmeerzeugung, letztere inkl. der Nutzung als Kraftstoff. Gleich zwei – auch auf EU-Forderungen basierende – Verordnungen sind deshalb zum 1. Januar 2010 in Kraft getreten: die Biomassestrom-Nachhaltigkeitsverordnung und die Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung. Um deren Anwendung zu erleichtern wurde im letzten Monat der "Leitfaden nachhaltige Biomasseherstellung" von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung herausgegeben. Biomasse, deren Nutzung vom Staat gefördert wird (z.B. durch eine Vergütung im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes) oder die zur Erfüllung einer gesetzlichen Quote dient (z.B. zur Erfüllung der Nutzungspflicht im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes), muss bestimmten Anforderungen an Anbaufläche und Treibhausgasreduktion genügen. So dürfen z.B. keine schützenswerten Flächen (z.B. Regenwald), Flächen mit hohem Kohlenstoffbestand (z.B. Wälder oder Feuchtgebiete) oder Torfmoore für den Anbau herangezogen werden. Gegenüber fossilen Brennstoffen muss sich ein Treibhausgas-Minderungspotenzial von mindestens 35 % ergeben – dieser Wert wird sich in den nächsten Jahren noch planmäßig erhöhen. Anzeige Die Nachhaltigkeit der Erzeugung muss in der gesamten Verwertungskette vom Anbau bis zur energetischen Nutzung nachgewiesen werden. Jeder Akteur in dieser Kette muss von seinem Vorgänger einen Nachhaltigkeitsnachweis verlangen und selber wieder einen für den nachgelagerten Bereich ausstellen. Dabei sind z.B. die jeweils hinzukommenden Treibhausgasemissionen mit einzubeziehen. Zum Nachweis der Herkunft von Biomasse wird ein so genanntes "Massenbilanzsystem" verwendet. Dieses erlaubt eine Nachverfolgung, wenn eine bestimmte Menge Biomasse weiterverarbeitet oder gehandelt wird. Alle mit dieser Abwicklung befassten so genannten Schnittstellen müssen von einer Zertifizierungsstelle anerkannt sein und die Vorgaben eines entsprechenden Zertifizierungssystems einhalten. Solarstrom - auch in Zukunft eine lohnende Geldanlage? Die Solarkonstante beschreibt die Strahlungsleistung der Sonne auf unserer Erde. Sie beträgt im Mittel E0 = 1,367 kW/m2. Auf das Jahr hochgerechnet summiert sich das auf ca. 12.000 kWh/(m2a). Nur zum Vergleich: ein nicht besonders gut wärmegedämmtes Haus verbraucht ca. 100 kWh/(m2a) an Heizenergie. Da ist es nicht verwunderlich, dass große Anstrengungen unternommen wurden und weiter unternommen werden, um die Sonnenenergie zu nutzen. Die für den Normalverbraucher gängigsten Methoden sind Sonnenkollektoren und Solarzellen. Die Bundesregierung hat ein großes Interesse daran, den Einsatz von regenerativen Energien zu fördern - festgelegt im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Für Strom gilt bei einer Gewinnung z.B. durch eine in 2010 installierte Dachanlage mit einer Leistung von maximal 30 kW ein Fördersatz von 39,14 Cent/kWh. In diesem Zusammenhang sollte man wissen, dass konventioneller Strom an der Energiebörse ca. sechs bis acht Cent/kWh kostet. Da die Stromproduzenten, die ihren Strom an der Börse kaufen, den Solarstrom zu dem vom Gesetz garantierten Preis abnehmen müssen, entstehen ihnen dadurch nicht unerhebliche Kosten. Diese zahlen die Stromverbraucher über ihre Stromrechnung. Wie die Statistik zeigt, hat sich nun ein beachtlicher Anstieg der Fördermittelausgaben ergeben, nicht zuletzt durch die besseren Wirkungsgrade der Photovoltaikanlagen einerseits aber andererseits auch wegen der in der Bevölkerung zunehmenden Verbreitung der Erkenntnis, dass diese Förderung relativ unkompliziert zur Erzielung eines über 20 Jahre garantierten Zusatzeinkommens genutzt werden kann. Nach Angaben der Solarwirtschaft werden ca. 85 % aller Anlagen auf Dächer gebaut. Im Jahr 2009 gingen ca. 3 MW Stromleistung ans Netz. Anzeige Die Bundesregierung will nun die Förderung reduzieren. Die Diskussion darüber geht schon eine ganze Weile. Mit zeitlicher Annäherung an den ins Auge gefassten Termin 1. Juni 2010 wird diese immer breiter und heftiger, zuletzt am 26. März mit der Aufforderung des Bundesrats an den Bundestag, die Absenkung der Solarförderung auf maximal 10 Prozent zu begrenzen. Momentaner Stand (Kabinettsbeschluss vom 23. März) ist die Absenkung bei Dachanlagen um 16 %, bei Freiflächenanlagen auf Konversionsflächen um 11 % und bei sonstigen Flächen um 15 %. Wer sich mit dem Gedanken trägt, eine Solaranlage anzuschaffen, der sollte bei seinem Beschluss den Stichtag im Auge behalten. Dafür ist eine Anmeldung beim örtlichen Stromunternehmen nötig. Je nach Anbieter kann es einige Tage oder Wochen bis zum Termin für die erste Einspeisung dauern. Und für den Zögerer: Lohnt sich eine Anlage auch nach der Kürzung noch? Experten sind sich da nicht einig. Das hängt ganz davon ab, wie die Hersteller von Solarmodulen die Preise für die Anlagen weiter gestalten werden. European GreenBuilding Award 2010 Am 14.04.2010 findet in Frankfurt die Verleihung des "European GreenBuilding Award 2010" statt. Der Preis wird unter den Teilnehmern des GreenBuilding-Programms der Europäischen Kommission vergeben. Das Programm GreenBuilding dient der Verbesserung der Energieeffizienz und Nutzung erneuerbarer Energien in neuen und sanierten Nichtwohngebäuden. |
Ihr GeWeB-Team wünscht Ihnen schöne Ostern!
Unser Osterangebot
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